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La formula cubana

2000 habe ich den ersten Kiter am Strand entdeckt und ich wusste, dass der genau das tat, was ich schon immer tun wollte.
Dieses Zusammenspiel von Wasser, Wind, Board und Mensch wirkte gigantisch auf mich. Ich wollte das auch unbedingt beherrschen.
Zu Hause, auf Cuba, war ich Wellenreiter und Skateboarder.Hier in Deutschland bin ich dann vom Drachenfliegen zum Buggyfahren gekommen, und ein paar Jahre später zum Kitesurfen.
Vom ersten Moment an, wußte ich, daß das mein Sport ist; alles Verfügbare über kitesurfen musste gelesen werden um die richtige Ausrüstung zu finden.
Weil ich wegen des Powerkitens und des Buggyfahrens aus dem Mattenbereich komme, habe ich mir eine 7,5er Matte von Gun gekauft, das war allerdings ein klarer Fehlkauf: Eine prima Matte fürs Powerkiten,aber zum Kitesurfen nicht wirklich gut geeignet.
Wirklich erfolgreich waren meine ersten Versuche nicht.
Ich habe dann 2001 auf Sylt einen Kitesurfkurs gemacht und bin das erste mal mit einem Tube (AR5, 11qm) aufs Wasser gegangen. Zu der Matte ein Unterschied wie Tag und Nacht, ich konnte mich viel länger auf dem Brett halten, konnte geradeaus fahren und wieder zurück kommen (Ohne Halse).
Der Lehrgang war absolut nötig, darauf konnte ich wunderbar aufbauen. Denn nach dem Kurs ging das Lernen erst richtig los: üben, üben, üben, soviel wie möglich auf dem Brett stehen.
Inzwischen klappt natürlich die Halse und mein größter Spaß besteht darin möglichst hoch und lange zu fliegen.
Ich habe das Glück,einerseits in Travemünde zu wohnen und so leicht alle Spots von Dänemark bis Mecklenburg erreichen zu können, andererseits arbeite ich im Schichtdienst, und dadurch habe ich jede Menge Tagesfreizeit, die ich natürlich nutze, um so viel zu kiten, wie es nur geht.
Obwohl ich inzwischen die Gelegenheit hatte, verschiedene Kites zu testen, bin ich seit dem Kurs ein Naish-Fan (mit Einschränkungen). Die Naish-Schirme des letzten Jahres fand ich nicht so doll, meine Begeisterung endet mit dem X2, alles was bisher danach von Naish gekommen ist, macht mich nicht wirklich an. Ich bin aber sehr gespannt auf den neuen X4!
Ich fliege jetzt den ARX9,5 (Der fällt mir bald aus Materialermüdung auseinander, hat schon soviel mitgemacht), einen 14er X2 (Der Hammer schlechthin, meine Sprungmaschine, die geht immer) und (doch wieder eine Matte) den 12er MastAir/Flysurfer (Mein Leichtwindkite) Mit dieser Matte kann ich wunderbar bei Leichtwind cruisen.
Meine Bretter:
GUN 5.8 directional
X-Shooter 1.44 bidi (Fahre ich seit 2 Jahren und bin sehr glücklich damit)
Meine beste Bar:
X-Shooter(Todo-)bar (Für mich die beste/sicherste Bar auf dem Markt)
Inzwischen kenne ich alle spots in der Nähe, und irgendwie sind es immer die gleichen Süchtigen, die sich ( auch bei kaltem Wetter) begegnen, man kennt sich.
Seit Jahren suche ich nach einem anderen kitenden Lateinamerikaner in Deutschland. Ich scheine aber bis jetzt der Einzige zu sein. Si me equiboco que me corrijan.
Am Liebsten kite ich:
in Pelzerhaken und im Pepelow/Salzhaff (Flachwasser), Travemünde und Römö (Wellenspot)
Kiten macht einwandfrei süchtig - keine Fahne, keinen Baum den ich ansehen kann, ohne auf Windrichtung und Windstärke zu achten, kein Tag beginnt ohne den morgentlichen Blick auf die website von "windfinder" oder "windguru" (wenn die mal funktioniert), kein Abend ohne den Wind vom nächsten Tag und die mögliche Location zu checken.
Im letzten Jahr habe ich im Winter eine kitesurfpause gemacht - in diesem Jahr ist die Sucht schon so stark, daß ich keinen Monat ohne kiten ausgehalten habe - dick eingemummelt in 2 Neopren, 2 Kopfhauben, 'MagicMarina'-Handschuhen, 5mmAtan-Schuhen fege ich über die Ostsee und bin glücklich. Es ist ein Gefühl von unermesslicher Freiheit, man vergißt die ganze Welt.